MAL WAS ANDERES

Heute habe ich vier Stunden frische Luft getankt und nebenbei ein bisschen den Wald aufgeräumt. So traurig es ist, statt einer schönen Feder findet man dort eher eine leere Fischkonserve oder zersplitterte Glasflaschen, die den Waldbewohnern gefährliche Verletzungen zufügen können.

Es gibt tatsächlich Idioten, die während ihres Spaziergangs Kaubonbons fressen und alle drei Meter das Papier fallen lassen. Was ich aber noch viel schlimmer finde:

LUFTBALLONS.

Der ganze Wald ist voll damit. Allein heute habe ich sechs Stück gefunden. Und das sind nur diejenigen, die ich vom Wegesrand sehen konnte und nicht schon bei einer meiner letzten Wanderungen mitgenommen habe.

An dieser Stelle möchte ich daher gerne auf eine Tatsache aufmerksam machen, die mich zunehmend stört. Es scheint, als wäre eine Hochzeit bei der nicht mehrere Dutzend Luftballons steigen gelassen werden, heutzutage kaum noch denkbar. Die Freude über das romantische Ereignis hält kaum länger als 20 Sekunden – die unschönen Reste überdauern vermutlich die gesamte Ehe. Also liebe Brautpaare, Trauzeugen und sonstige Initiatoren: Bitte überlegt doch, ob der teure Spaß wirklich notwendig ist, da wohl die wenigsten Luftballons von selbst in einen Abfalleimer fliegen.

Letzten Endes habe ich wieder zwei Beutel voller Unrat mitgeschleppt, die ich mit größtem Vergnügen entsorgt habe.



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