SPURENSUCHE

Ehrlich gesagt kannte ich vor ein paar Wochen weder den Unterschied zwischen Kiefern- und Fichtenzapfen noch hätte ich gewusst, dass „Häschen“ tatsächlich in der Grube und nicht in einem unterirdischen Bau schläft. Inspiriert von WAWRA’S NATURBUCH habe ich mich heute auf Spurensuche begeben und war beeindruckt, wie viel neu erworbenes Wissen ich bei meinem Ausflug in Wald und Wiese anwenden konnte:

Die Reste dieser Mahlzeit verraten, wer die Schuppen abgeknabbert hat. Eichhörnchen hinterlassen oft ausgefranste Spuren, während Mäuse etwas gründlicher nagen.

Zum Fressen setzen sich Eichhörnchen gerne auf einen Baumstumpf, damit sie die Umgebung besser überblicken können.

Bei Baumfällarbeiten wurde der Lehmboden wunderbar glattgezogen. Der perfekte Untergrund für das Trittsiegel eines Rehs.

Früher hätte ich der folgenden Spur keine weitere Beachtung geschenkt, da ich sie für den Abdruck einer Hundepfote gehalten hätte.

Nun habe ich aber genauer hingeschaut und herausgefunden, dass es ein Fuchs war. Nicht weit entfernt habe ich Knochenreste gefunden.

Eierschale einer Ringeltaube. Die Art der Öffnung zeigt, dass das Küken geschlüpft ist und nicht vorher gefressen wurde.

Der Frühling ist da und die Rehe verlieren allmählich ihr Winterfell.

Unterkiefer eines Wildschweins

Dieser Bau scheint unbewohnt zu sein, da Pflanzen vor dem Eingang wachsen.

Das Spinnennetz im Inneren bestätigt meine Vermutung. 

Dafür habe ich an einem Hang mehrere Hinweise auf einen bewohnten Dachsbau gefunden.

Insgesamt habe ich vier Eingänge entdeckt. In der näheren Umgebung waren die typischen Trampelpfade deutlich zu erkennen.

Im Gegensatz zum Fuchs polstert der Dachs sein Lager aus. Genau wie im Buch beschrieben, lagen vor den Höhlen abgebissene Farne, Moos und Heu.

Mir hat die Spurensuche großen Spaß gemacht, weil ich Zeit in der Natur verbringen konnte, den Lebensraum unserer heimischen Tiere besser kennengelernt habe und mein Kopf mal wieder auf ganz altertümliche Weise beansprucht wurde. Wer ein schlaues Geschenk für Kinder sucht oder seine eigenen Kenntnisse etwas vertiefen möchte, sollte sich das liebevoll illustrierte Sachbuch unbedingt anschauen.



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